Der Rhein von Koblenz nach Bingen

Für diejenigen, die das Mittelrheingebiet und/oder Niederheimbach noch nicht so gut kennen, folgt hier eine kurze Vorstellung:
Das Weinanbaugebiet Mittelrhein bzw. das Mittelrheintal ist seit Juni 2002 Weltkulturerbe. Und das nicht umsonst, denn dieses enge, von zahllosen schroffen Felsrücken gegliederte Rheintal bildet die malerische Kulisse für einen unvergesslichen Urlaub. Hier ist die Loreley beheimatet und eine Burg oder Schlossruine folgt der anderen. Ihre Namen, Stahleck, Schönburg, Marksburg, Sooneck, Reichenstein, Rheinstein, Ebernburg und nicht zuletzt die Heimburg sind weltbekannt. Für Aktivurlauber gibt es viele Möglichkeiten den Mittelrhein zu erwandern oder mit dem Fahrrad zu erkunden.

 

Der Niederheimbacher Wald und die angrenzenden Weinberge bieten auf über 550 Hektar Fläche eine Vielzahl an ausgeschilderten Wanderwegen. Diejenigen, die nicht (mehr) so sportlich eingestellt sind, können mit eigenem PKW die Gegend durchstreifen und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten kennen lernen. Während Ihres Besuches geben wir Ihnen gerne weitere ausführliche Tipps. Auch die Gutsschänken und Straußwirtschaften der Winzerbetriebe laden zum Verweilen ein und bieten zum Mittelrheinwein heimische Spezialitäten aus der Winzerküche.

Neben dem überall am Mittelrhein bedeutsamen Weinbau spielte in Niederheimbach vor allem die Rheinschifffahrt stets eine besondere Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Viele Jahrhunderte hindurch musste jedes Schiff, das die damals klippenreiche und gefährliche Rheinstrecke nach Bingen befuhr, Niederheimbach ansteuern. Dort ging ein Lotse an Bord, dem für seine Dienste ein Golddukaten zu zahlen war. Viele Niederheimbacher verdienten so ihr Brot mit der Schifffahrt.

 

Neben der Heimburg sorgte auch eine eigene Orts-befestigung für den Schutz vor der angrenzenden Kurpfalz. Reste dieser Ortsbefestigung sind noch heute, vor allem längs des Bachufers, zu sehen. Eingegrenzt von diesen Mauern ist der alte Ortskern mit vielen malerischen Häusern, deren Ursprung teils bis ins 16. Jh. zurückgeht und von denen mehrere in Fachwerkbauweise errichtet sind. Die Heimburg befindet sich heute in Privatbesitz und kann daher nicht ohne weiteres besichtigt werden. Die Eigentümer der Burg öffnen aber die Tore den Besuchern am 'Tag des offenen Denkmals' .

Lernen Sie doch die vom Weinbau geprägten Dörfer und Kleinstädte kennen, mit ihren zum Teil noch bestehenden mittelalterlichen Befestigungsanlagen und ihren oftmals gut erhaltenen Ortskernen. Sie werden sich erfreuen am Anblick der charakteristischen Fachwerkhäuser, die an den parallel zum Rhein verlaufenden Hauptstraßen und den kleinen abzweigenden Gassen errichtet sind.

Romantisch ist natürlich eine Rheinfahrt mit dem Schiff. Das Rundfahrtenangebot der Schifffahrtsgesellschaften ist vielseitig und eine Fahrt an Bord der weißen Rheinflotte ist für jeden Besucher ein Erlebnis. (Für Fahrpläne klicken Sie auf einen der beiden links) Sogar Abends kann man eine Rheinfahrt machen. Die Schiffe sind beleuchtet und an Bord gibt es reichlich zu Essen und Trinken bei Musik und Tanz. Kürzer ist eine Fahrt auf einer der zahlreichen Autofähren, die alle 20 Minuten die Passagiere von der einen zur anderen Seite des Flusses bringen.

 

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